Die schwarz-grüne Landesregierung hat das Kapitel Straßenausbaubeiträge im Jahr 2024 endgültig geschlossen. An diesem Mittwoch hat das Kommunalministerium bekannt gegeben, wie viel Geld die Menschen im Rhein-Kreis Neuss durch das Entfallen der Beiträge für Aus- und Umbau von Straßen gespart haben.
„Das Land hat Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken im Rhein-Kreis Neuss von Straßenausbaubeiträgen in Höhe von insgesamt rund 1,75 Millionen Euro entlastet“, erklärt Simon Rock, Landtagsabgeordneter aus dem Rhein-Kreis Neuss. Diese Kosten wären ihnen sonst für Straßenausbaumaßnahmen der Jahre 2018 bis 2025 in Rechnung gestellt worden.
Die Entlastungen im Kreisgebiet verteilen sich dabei auf Meerbusch (rund 687.000 Euro), Jüchen (514.000 Euro) und Neuss (430.000 Euro) sowie auf Dormagen (61.000 Euro) und Kaarst (57.000 Euro). Landesweit summiert sich die Entlastung bislang auf mehr als 213 Millionen Euro.
„Mit dem gesetzlichen Wegfall der Straßenausbaubeiträge haben wir den Bürgerinnen und Bürgern 2024 endgültige Klarheit gegeben und einen Schlussstrich unter ein landespolitisches Streitthema gesetzt“, so Rock.
Bis zum Jahr 2018 konnten bei Straßenbaumaßnahmen hohe Beitragsrechnungen der Kommune drohen. Teils wurden dabei Anliegerinnen und Anlieger mit Kosten in fünfstelliger Höhe überrascht und mussten für Bauarbeiten zahlen, über die sie nicht selbst entscheiden konnten. Statt einer Entlastung über ein Förderprogramm hat die Koalition aus CDU und Grünen die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen 2024 vollständig abgeschafft.
„Wir haben auf eine komplette gesetzliche Abschaffung gedrängt, damit sowohl Kommunen als auch die Bürger Rechtssicherheit haben, keine Straßenausbaubeiträge bezahlen zu müssen“, so der Landtagsabgeordnete Simon Rock weiter. „Dank der Gesetzesänderung haben auch unsere Städte und Gemeinden die Garantie, dass ihnen keine finanziellen Nachteile entstehen und alle entstehenden Belastungen durch das Land ausgeglichen werden.“