Der geplante Ersatzneubau der Hufeisenbrücke am Siegener Hauptbahnhof erhält wichtigen Rückenwind aus Düsseldorf.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (GRÜNE) sieht die
Fördervoraussetzungen nach den Richtlinien zur kommunalen Straßeninfrastruktur als erfüllt an und bescheinigt dem Projekt eine tragende Verkehrsfunktion, was die beiden für Siegen zuständigen Landtagsabgeordneten Jens Kamieth (CDU) und
Simon Rock (GRÜNE) nachdrücklich begrüßen.
„Diese klare Positionierung des Landesverkehrsministeriums ist ein entscheidender Beitrag zur Finanzierbarkeit des rund 33 Millionen Euro teuren Großprojekts“, so
Simon Rock. „Ohne eine wesentliche Landesbeteiligung an den Kosten der
Maßnahme wäre ein Ersatzneubau für die Universitätsstadt Siegen wohl finanziell nicht realisierbar“, sekundiert Jens Kamieth.
Durch die aufgehellten Förderaussichten dürfte die in der Kommunalpolitik zuletzt
diskutierte „Sparvariante“ einer reinen Fußgängerbrücke erstmal vom Tisch sein.
„Nach dieser wichtigen Klarstellung der Förderfähigkeit können die kommunalen
Planungen und die Antragstellung nun zügig weiter vorangebracht werden, um den avisierten Baubeginn ab 2027 verlässlich vorzubereiten und auch betroffenen lokalen Akteuren frühzeitig Planungssicherheit zu geben“, zeigen sich Kamieth und Rock
optimistisch.
Die Hufeisenbrücke übernimmt eine Schlüsselrolle für die gesamte Region, wie auch das Verkehrsministerium in seiner fachlichen Stellungnahme anmerkt. Sie bildet im Innenstadtbereich die einzige durchgängige Ost-West-Verbindung für den Bus- und Radverkehr und wird somit auch künftig ein zentraler Baustein des landesweiten
Radvorrangnetzes sein, der die Städte Freudenberg und Siegen direkt miteinander verbindet.
Im Fall einer Sperrung des vielbefahrenen Wellersbergtunnels, dient die
Hufeisenbrücke als einzige innerstädtische Ausweichroute für die L 562. Um für dieses Havarie-Szenario gewappnet zu sein, werden die Rampen- und
Zufahrtsbereiche planerisch und statisch genau auf diese Belastung ausgelegt.
Jens Kamieth betont die Bedeutung dieser Entscheidung für die lokale Infrastruktur: „Das klare Signal aus Düsseldorf zeigt, dass die schwarz-grüne Koalition die
besondere Situation vor Ort verstanden hat. Dass die Brücke als unverzichtbare
Umleitungsstrecke anerkannt und das Notfall-Szenario voll eingepreist wird, gibt uns die notwendige Planungssicherheit für die Absicherung des Verkehrs.“ Simon Rock richtet den Blick auf die Chancen für die Mobilitätswende: „Hier entsteht eine
kommunal unverzichtbare Infrastruktur, die Busse und den Radverkehr im Herzen
Siegens massiv stärkt. Da der ÖPNV-Anteil durch den Zweckverband NWL bereits mit einer Förderquote von 90 Prozent im Programm verankert ist, greifen Nahverkehr und Landeshilfe hier perfekt ineinander.“